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Rasenneuanlage

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Rasen neu anlegen: Anleitung Schritt für Schritt

Mit etwas Zeit und einer sorgfältigen Bodenvorbereitung wird die Neuanlage eines Rasens ein Erfolg. Ob der Rasen neu eingesät oder mit Rollrasen neu angelegt werden soll, für eine dichte, gesunde Rasenfläche ist für beide Varianten ein gesunder, feinkrümeliger Boden die ideale Voraussetzungen für einen gesunden, grünen Rasen ohne Moos und Unkraut. 

In unserer Anleitung erfahren Sie Schritt für Schritt, wie eine Rasenneuanlage gelingt, welcher Zeitpunkt für die Aussaat ideal ist und worauf Sie bei der Pflege eines jungen Rasens achten sollten.

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Der richtige Zeitpunkt für die Rasenneuanlage

Der beste Zeitpunkt für eine Rasenaussaat

Der beste Zeitpunkt richtet sich nach der Luft- und Bodentemperatur, die Gräser für das Keimen benötigen.

  • die Bodentemperatur sollte dauerhaft bei mindestens 10 °C liegen
  • die optimale Keimtemperatur für Gräser liegt bei 16-21 °C

Die besten Bedingungen für die Keimung in unseren Breiten sind:

  • April und Mai - Rasen säen im Frühjahr:  hier muss gut darauf geachtet werden, dass die Rasenneuansaat während der Keimphase nicht austrocknet. Vom Zeitpunkt der Rasenaussaat bis zu einem voll nutzbaren Rasen vergehen ca. vier Monate
  • September und Oktober - Rasen säen im Herbst: hier muss man im Blick haben, dass frisch aufgelaufene Gräser frostempfindlich sind. Das heißt, je nach örtlichen klimatischen Bedingungen grenzt sich der Aussaatzeitpunkt weiter ein. Am besten eignet sich der frühe Herbst für eine Rasenaussaat: hier ist der Boden noch schön warm vom Sommer und die Sonne, die die frisch aufgelaufenen Keimlinge schnell austrocknet, ist nicht mehr so stark. und der Boden bleibt länger feucht.

Der beste Zeitpunkt für Rollrasen

Auch für eine Rasenneuanlage mit Rollrasen sind die besten Monate:

  • April und Mai  - bei Temperaturen von 10 - 24 °C können die Rasenwurzeln schnell anwachsen
  • September und Oktober - die Temperaturen passen noch und durch Niederschlag kann der Bewässerungsaufwand verringert werden

Während der heißen Sommermonate ist eine Rasenneuanlage nicht zu empfehlen, da junge Keimlinge und frisch ausgelegter Rollrasen sehr empfindlich auf Trockenheit reagieren.

Bodenvorbereitung

Den Boden für eine Rasenneuanlage vorbereiten

Die Grundlage für ein gutes Einwachsen der Rasenwurzeln und einen dauerhaft schönen Rasen ist ein sorgfältig vorbereiteter, gesunder und lockerer Boden.

Gründüngung vor der Rasenneuanlage

Verdichtete oder schwere Böden profitieren von einer Gründüngung mit Lupinen, die den Boden tiefgründig lockert und gleichzeitig den Humusgehalt verbessert.

Bei Rasenneuanlagen auf Neubau-Grundstücken ist es sinnvoll, die Erde oder auch aufgeschüttete Erdhügel während der Bauphase mit Gründüngung einzusäen. Diese unterdrückt Unkrautwuchs und kann bei den Planierungsarbeiten in den Boden eingebracht werden. Sie dient dann der Humusanreicherung und biologischen Düngung. Haben Baufahrzeuge den Boden stark verdichtet, empfiehlt sich nach der Einebnung und vor der Neuaussaat eine Tiefenlockerung mit tiefwurzelnder Gründüngung wie der Mischung ReNatura Bodenfit Saatgut oder der ReNatura Bio Luzerne.

Bodenverbessernde Maßnahmen

Zusätzlich können folgende Maßnahmen für einen humusreichen, feinkrümeligen Boden sinnvoll sein:

Der richtige pH-Wert für den Rasen

Der optimale pH-Wert für Rasen liegt bei 6-6,5. In diesem pH-Bereich können Gräser die im Boden vorhandenen Nährstoffe gut aufnehmen. Dieser kann einfach mit dem pH-Bodentest gemessen werden. Liegt der pH-Wert unter 6, ist der Boden zu sauer. Mit einer Kalkung mit dem Azet Rasenkalk kann der pH-Wert angehoben werden. Je nach gemessenem pH-Wert und je nach Bodenart ergibt sich die nötige Kalkmenge, welche den Angaben auf der Packung entnommen wird. Die im Azet Rasenkalk enthaltenen Azotobakter Bodenbakterien aktivieren zusätzlich den Boden.

Rasen auf Lehmboden anlegen

Der Vorteil lehmiger Böden ist eine gute Wasser- und Nährstoffhaltefähigkeit. Lehmboden neigt aber auch zur Verdichtung und zu Staunässe. Dann können Rasenwurzeln nicht ausreichend in den Boden einwachsen. Deswegen sollte lehmiger Boden vor der Rasenneuanlage gründlich mit bodenverbesserden Maßnahmen gelockert werden, damit Wasser, Luft und Wurzeln besser eindringen können. Auch kann in lehmige Rasenböden Sand eingearbeitet werden.

Welche Erde eignet sich für die Rasenneuanlage?

Für die Aussaat empfiehlt es sich eine feinkrümelige Rasenerde zu kaufen, die Wasser speichern kann und gleichzeitig ausreichend durchlässig bleibt.

Eine gute Rasenerde hat einen:

  • hohen Humusanteil und ist am besten torffrei
  • eine gute Wasser- und Nährstoffhaltefähigkeit
  • eine lockere Struktur ohne Unkraut

Gerade auf sehr sandigen oder schweren Böden verbessert hochwertige Rasenerde wie die 100% torffreie Neudorff Neudohum Rasenerde die Anwachsbedingungen deutlich. 4-5 Säcke (ca. 200 l) Rasenerde oder Gartenhumus je 100 m² werden auf der planierten Fläche gleichmäßig verteilt und mit der Fräse oder beim Umgraben eingearbeitet. Der Humus kann auch über Garten- und Landschaftsbau-Betriebe oder Kompostwerke (oft lose) bezogen werden.

Rasenboden umgraben und einebnen 

Nach der Bodenverbesserung wird das Saatbett vorbereitet. Dieser Arbeitsschritt entscheidet maßgeblich darüber, ob die späteren Rasensamen gleichmäßig keimen oder der Rollrasen gut anwächst:

  1. Boden mit Spaten oder Motorfräse umgraben und Gründüngung einarbeiten
  2. alte Grasnarbe, Steine, Wurzeln und Unkräuter entfernen
  3. die Fläche grob mit der Harke planieren und dabei Unebenheiten ausgleichen
  4. den Boden anschließend ruhen lassen
  5. nach der Ruhephase nochmal Unebenheiten ausgleichen und Unkraut entfernen
  6. den Boden walzen

Ruhephase sorgt für eine ebene Oberfläche vor der Rasenaussaat

Erfahrungsgemäß hat sich eine Ruhezeit des Bodens von zwei bis drei Wochen bewährt. Der Boden setzt sich, Unebenheiten werden sichtbar und werden ausgeglichen. Auch Unkrautsamen in der Bodenkrume können auflaufen und entfernt werden. Leider wird diese Ruhephase aus Zeit- und organisatorischen Gründen oft ausgelassen, was dazu führen kann, dass der neue Rasen zu einer Buckelpiste wird.

Neueinsaat

Passende Rasensamen auswählen

Achten sie möglichst auf hochwertiges Rasensaatgut. Qualitative Rasenmischungen bilden langfristig eine dichtere und widerstandsfähigere Grasnarbe.

Es gibt von Neudorff einen Universalrasensamen, der für alle Böden, Standorte und Nutzungsarten geeignet ist.

Oder man verwendet Rasensamen-Mischungen, die je nach geplanter Nutzung und Standort der Rasenfläche unterschiedliche Grassorten enthalten. Nicht jeder Rasen wird gleich genutzt, deshalb sollte das Saatgut immer zum Standort und zur späteren Beanspruchung passen. Bewährte Rasenarten sind:

Rasen aussäen und andrücken

Sobald das Saatbett vorbereitet ist, kann die eigentliche Aussaat beginnen.

Anleitung Rasen neu säen:

  1. nach der Ruhephase wird die Oberfläche noch einmal mit einem Rechen aufgelockert, dabei aufgelaufene Unkräuter entfernen und Unebenheiten ausgleichen
  2. Rasensamen gleichmäßig ausbringen - auf größeren Flächen gegebenenfalls einen Streuwagen oder andere Streuhilfen wie der Birchmeier Dünger- und Granulatstreuer Granomax verwenden
  3. Rasensamen entweder mit einem Brett andrücken oder anwalzen
  4. Wichtig zu wissen: Rasengräser gehören zu den Lichtkeimern. Die Samen deshalb nur andrücken, damit ein guter Bodenkontakt entsteht und nicht mit Erde abdecken
  5. vorsichtig mit einem feinen Wasserstrahl beziehungsweise einer Brause gründlich angießen

Durch das Anwalzen oder Andrücken verbessert sich:

  • die Keimung
  • die Wasseraufnahme
  • und die Rasensamen keimen gleichmäßig aus

Gleichzeitig mit den Rasensamen kann der rein organische Azet Rasendünger ausgebracht werden. Er gibt den Rasenkeimlingen einen sanften Wachstumsschub, ohne sie zu verbrennen. Der Phosphorgehalt des Rasendüngers unterstützt die kräftige und gesunde Wurzelausbildung. 

Rasenpflege

Frisch ausgesäten Rasen richtig bewässern

Nach der Aussaat beginnt die empfindlichste Phase der gesamten Rasenneuanlage. Damit die Samen zuverlässig keimen können, muss der Boden dauerhaft feucht bleiben.

Wichtige Hinweise:

  • sorgfältig wässern und möglichst mit feinem Brausestrahl arbeiten
  • Staunässe vermeiden
  • bei Trockenheit mehrmals täglich leicht bewässern

In den ersten drei bis vier Wochen sollte die Fläche niemals vollständig austrocknen. Ist ein Rasensamen einmal feucht geworden, muss dafür gesorgt werden, dass er nicht wieder austrocknet, sonst stirbt der zarte Keimling sehr schnell ab. Bereits kurze Trockenperioden können zu lückigem Rasen führen.

Wann sollte ein neuer Rasen zum ersten Mal geschnitten werden?

Für den ersten Rasenschnitt gilt:

  • erst ab einer Graslänge von 8 bis 10 Zentimeter
  • nur trockenen Rasen mähen
  • scharfe Messer verwenden
  • nicht mehr als ein Drittel der Halmlänge kürzen

Wann ist der Rasen wieder betretbar?

Nach etwa vier Wochen kann der neue Rasen vorsichtig betreten werden. Bis die Fläche vollständig belastbar ist, vergehen jedoch meist drei bis vier Monate.

Für ein dauerhaft kräftiges Wachstum empfiehlt sich anschließend eine regelmäßige Rasenpflege im Frühjahr und Herbst mit geeigneten organischen Rasendünger und Bodenverbesserern.

Neuanlage mit Rollrasen

Für eine Rasenneuanlage mit Rollrasen, sind dieselben Vorbereitungsschritte für einen feinkrümeligen Boden notwendig.

  1. auch hier nach der Ruhephase Oberfläche mit einem Rechen anrauen, Unkräuter entfernen und Unebenheiten ausgleichen
  2. Boden leicht anfeuchten
  3. Rollrasen Naht an Naht verlegen
  4. ausgelegten Rollrasen während des Vorgangs nicht direkt betreten, sondern nur über ausgelegte Bretter 
  5. Rollrasen diagonal zur Verlegerichtung anwalzen
  6. mit einer Brause gründlich angießen

Der Rasen muß bis er angewachsen ist, feucht gehalten werden und im folgenden wie beschrieben gepflegt werden.

Rasenneuanlage bei vorhandenem Rasen

Nicht jede bestehende Rasenfläche muss komplett neu angelegt werden.

Rasen kann bei kleineren Schäden mit einer Nachsaat ausgebessert werden. Auch hier wird der Boden vorher bearbeitet und die kleinen Löcher im Rasen mit Nachsaatrasen oder mit Neudorff Rasenreparatur Lückenlos, einer Mischung aus Bodenverbesserer, organischen Rasendünger und Rasensamen, geschlossen.  

Eine vollständige Rasenneuanlage auf altem Rasen ist immer notwendig, wenn:

  • große kahle Stellen vorhanden sind
  • der Rasen stark verunkrautet ist
  • Moos die Fläche dominiert
  • der Boden stark verdichtet ist und die Bodenstruktur nachhaltig verbessert werden muss

In diesen Fällen ist eine komplette Erneuerung für einen grünen Rasen mit geschlossener Grasnarbe sinnvoller als eine reine Nachsaat.

Auch ist es nicht zu empfehlen einen Rasen neu anzulegen ohne umzugraben. 

Häufige Fragen (FAQ)

Wann wird bei einer Rasenaussaat gesät?

Die besten Zeiträume liegen im Frühjahr (April und Mai) sowie im Herbst (September und Oktober)

Wie lange dauert es, bis neuer Rasen wächst?

Je nach Witterung und Rasensorte zeigen sich die ersten Halme häufig bereits nach ein bis drei Wochen. Eine dichte Grasnarbe entwickelt sich in den folgenden Monaten.

Kann man Rasen ohne Umgraben neu anlegen?

Auf kleineren Flächen oder bei einer Nachsaat ist dies teilweise möglich. Für eine vorhandene größere Rasenfläche empfiehlt sich jedoch eine Rasenneuanlage mit einer gründlichen Bodenvorbereitung.

Wann darf ein neu angelegter Rasen wieder betreten werden?

Nach etwa 4 Wochen ist vorsichtiges Betreten möglich. Voll belastbar ist der Rasen erst nach 3 bis 4 Monaten.

Wie oft muss frisch ausgesäter Rasen gegossen werden?

Rasen muss nach der Neueinsaat angegossen werden. Danach darf der Boden in den ersten Wochen auf keinen Fall austrockenen. Also wird je nach Witterung nach Bedarf gegossen. Bei Trockeheit und Hitze kann ein tägliches Gießen oder auch mehrfach am tag notwendig sein.

Wann kann nach einer Rasenaussaat wieder gemäht werden?

Der Rasen kann ab einer Gräserlänge von ca. 10 cm wieder gemäht werden. dabei nicht mehr als um ein Drittel einkürzen.

Muss der Boden vor der Aussaat gedüngt werden?

Ein rein organischer Dünger, wie der Neudorff Azet Rasendünger, fördert die Wurzelbildung der Keimlinge, ohne sie zu schädigen.

Kann man Rasen auf Lehmboden anlegen?

Ja, dazu sollte der Boden vorher mit tiefwurzelnder Gründüngung und mit anderen bodenverbessernden Maßnahmen wie die Einarbeitung von Humus mit z.B: Neudorff Terra Preta Bodenverbesser und/oder Sand vorbereittet werden.

Wie tief werden Rasensamen ausgesät und sollen die Rasensamen mit Erde abgedeckt werden?

Rasengräser sind Lichtkeimer. Die Rasensamen werden auf der aufgerauten Bodenoberfläche gleichmäßig verteilt und für den Bodenschluss einfach nur angedrückt oder angewalzt.

Was passiert, wenn Rasensamen austrocknen?

Trocken Keimlinge aus, können sie Schaden nehmen oder absterben. Deshalb sollte die Fläche regelmäßig bewässert werden.

Kann man einen Rasen auf altem Rasen neu anlegen?

Ja, aber das Umgraben , das Entfernen der alten Garnarbe und eine gute Bodenvorbereitung mit bodenverbessernden Maßnahmen ist vor der Neuaussaat nowendig, damit sich der neue Rasen zu einer gesunden, grünen Fläche entwickeln kann. 

Welcher Rasensamen eignet sich für Familiengärten?

Spiel- und Sportrasen sind robust und halten spielenden Kindern gut stand.

Welchen Rasen verwendet man am besten im Schatten?

Für schattige Rasenflächen eignen sich spezielle Schattenrasen-Samen-Mischungen.

Warum wächst neu angesäter Rasen manchmal ungleichmäßig?

Die häufigsten Ursachen sind Trockenheit, ungleichmäßige Aussaat, Bodenverdichtungen oder minderwertiges Saatgut.

Was ist günstiger: Rasenaussaat oder Rollrasen?

Eine Rasenaussaat ist deutlich günstiger und bietet eine große Auswahl an Saatgutmischungen. Rollrasen liefert dagegen sofort eine grüne Fläche, ist jedoch teurer. Beide Varianten benötigen eine sorgfältige Bodenvorbereitung.

Wie verhindere ich Unkraut nach der Rasenneuanlage?

Ein dichter Rasen ist der beste Schutz. Wichtig sind regelmäßiges, bedarfsgerechtes Düngen, Mähen und Wässern.

Reicht eine Nachsaat auf meinem Rasen aus?

Nur wenn es sich um einzelne kahle oder lückige Stellen handelt. Dann genügt meist eine Nachsaat statt einer kompletten Neuanlage.

Kann Rasen auf sandigem Boden angelegt werden?

Das ist möglich, wenn der Boden zuvor mit Humus und Bentonit für eine besser Nährstoff- und Wasserhaltefähigkeit verbessert wurde.

Warum sollen die Rasensamen nach der Aussaat angedrückt oder angewalzt werden?

Mit dem Andrücken oder anwalzen bekommen die Rasensamen ein guten Bodenkontakkt und keimen gleicmäßiger aus.

 

 

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1Ursprünglicher Preis des Händlers, 2Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers